Geschichte der Welscher Stubn

Lieber Gast!

Sie fragen sich bestimmt - was bedeutet der Name „Welscherstub´n"?

In der Entstehungsgeschichte des Grazer Landhauses stießen wir auf den für Graz bedeutenden „Welschen" Domenico dell´ Aglio (Architekt; gestorben 1563 in Graz).

Ein Teil des Landhauses in der Herrengasse wurde in den Jahren 1557-1564 nach Dell´ Aglios Plänen errichtet. Augenscheinlich ist der „welsche" Einfluss im Landhaushof, den der Architekt an Nord- und Ostseite mit Arkaden toskanischer Ordnung in allen 3 Geschossen gestaltete.

Dies ist nicht der einzige „welsche" Einfluss an der Architektur des Landhauses. Von 1581-1584 waren die „welschen" Brüder Marmoro, die der Werkstatt Dell´ Aglios entstammten, damit beschäftigt, das Gebäude zu verlängern und die Arkaden im Hof völlig im Stil Dell´ Aglios fortzuführen. Auch sie waren am Bau des Brunnens mit der Brunnenlaube beteiligt.

Doch auch schon 1527 belegen alte Quellen von einem „welschen" Maurer, der beim Bau des Traktes mit dem Rittersaal beteiligt war.

Unser Name „Welscher Stub´n" soll an jene Männer erinnern, die maßlich zur architektonischen Schönheit des Landhauses beigetragen haben.

Wir freuen uns Ihnen auf diesem Wege einen kleinen Teil der Entstehung des Landhauses näher gebracht zu haben.

Doch noch mehr freuen wir uns, Sie in unserer „Welscher Stub´n" mit einem Achterl steirischen Welschriesling willkommen zu heißen.


Ihre Familie Leitner